Hannes Gehring ist erfolgreichster Athlet bei der 1. Station Deutscher Schülercup Skispringen / Nordische Kombination in Isny

Veröffentlicht am: 6. Oktober 2017

Die Thüringer Nachwuchsskispringer und Nordisch Kombinierer sind sehr erfolgreich in die neue Saison 2017 / 2018 gestartet. Erste Station für die 14- und 15-jährigen Jungen und Mädchen aus Thüringen war am vergangenen Wochenende der Auftaktwettkampf des Deutschen Schülercups in Isny im Allgäu. Der deutsche Schülercup ist eine Wettkampfserie über 5 Stationen während der Herbst- & Wintersaison, die alljährlich vom Deutschen Skiverband organisiert wird und an der Nachwuchsathleten aus ganz Deutschland teilnehmen.

Am Samstag und Sonntag wurden jeweils Vormittags die Sprungwettkämpfe auf der K60 m – Schanze der Hasenbergschanzen ausgetragen und nachmittags galt es eine Strecke von 6 km bzw. 3 km durch die Innenstadt von Isny auf Skirollern zu bewältigen. Beim Skisprungwettkampf am Samstag kam die Besonderheit hinzu, dass alle Teilnehmer ihre Sprünge in ihren Langlaufanzügen absolvieren mussten. Dadurch, dass der Langlaufanzug die Skispringer nicht so durch die Luft trägt wie ein normaler Sprunganzug, ermöglicht dieser besondere Sprungwettkampf den Athleten, Fehler beim Springen besser zu erkennen und zu beheben.

Knapp 70 junge Nachwuchsathleten nutzten die Chance, beim Skispringen und beim Skirollerlauf ihr Können unter Beweis zu stellen. Ganz vorne mit dabei waren auch einige der Thüringer Sportler, die allesamt am Sportgymnasium Oberhof lernen und trainieren. Hannes Gehring vom SV Biberau war der erfolgreichste Sportler, er gewann 3 von 4 Wettkämpfen in der Altersklasse der 15-jährigen Jungen und holte einmal Silber. Außerdem zeigte Hannes mit 66 Metern am Sonntag den weitesten Sprung dieses Schülercupwochenendes.

Aber auch die 14-jährigen Thüringer Jungen, die erstmals in dieser Wettkampserie antraten, konnten sich gut behaupten. Nachdem sich die Jungs am Samstag ehr im Mittelfeld einfanden, erkämpften sich Max Herbrechter und Levin Wagner (beide Ruhla) am Sonntag durch tolle Sprünge auf 63 und 64 Meter Gold und Silber im Skispringen. Im anschließenden Wettkampf der Nordischen Kombination fuhr Max auf dem zweiten Platz ein.

Dieser Ergebnisse der jungen Thüringer Athleten sind umso beachtlicher, wenn man weiß, dass die Nachwuchssportler zur Zeit weite Reisen auf sich nehmen müssen, um überhaupt das Skispringen trainieren zu können. Die einzige Jugendschanze in Thüringen, die K66 m – Schanze am Oberhofer Wadeberg, musste wegen ihres schlechten Zustandes abgerissen werden und soll bis Ende 2018 wieder rekonstruiert werden. Bis dahin müssen die jungen Athleten beispielsweise nach Sachsen fahren um trainieren zu können, denn die Schanzen im Oberhofer Kanzlersgrund sind für sie noch zu groß. Es ruhen also große Hoffnungen auf dem Wiederaufbau der Schanze, nicht zuletzt auch wegen der durch die Trainingsfahrten bedingten Fehlzeiten in der Schule, die von den jungen Nachwuchsathleten neben dem sportlichen Engagement kompensiert werden müssen.

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