Das Weltcup-Feeling hat Oberhof im Griff

Veröffentlicht am: 3. Januar 2018

Die deutschen Biathleten sind für den morgen startenden Weltcup in Oberhof gerüstet. Hier bestreiten sie die ersten Wettkämpfe im neuen Jahr. Der Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig ist vor dem Sprintrennen der Damen (Donnerstag, 12:30 Uhr) zuversichtlich. „Wir sind gut aufgestellt und bemühen uns, an die Ergebnisse im Dezember anzuknüpfen“, sagte er. Drei seiner Athletinnen, Laura Dahlmeier, Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz, hatten über die Weihnachtspause mit einem Infekt zu kämpfen, konnten aber vor dem Jahreswechsel wieder ins Training einsteigen.

Hoffen auf faire Bedingungen

Mit Blick auf die stürmischen Wettervorhersagen hofft Hönig auf faire Bedingungen. „Bei diesen Windverhältnissen liegen Glück und Pech sehr nah beieinander“, so der Bundestrainer. Einen Vorteil hätten dabei vor allem erfahrene Athletinnen. Dennoch traut Hönig auch Denise Herrmann, die erst im Sommer 2016 ins Biathlonfach wechselte, einiges zu: „Sie ist ein Profi zu 100 Prozent. Bei ihr kann man immer mit Top-Platzierungen rechnen, aber wir müssen ihr auch Rückschläge zugestehen.“ Neben der Biathlon-Newcomerin aus Sachsen sind beim Weltcup am Grenzadler auch wieder alle Augen auf Deutschlands Olympia-Hoffnung Laura Dahlmeier gerichtet. „Wir hoffen, dass sie gesund bleibt. Sie hat noch große Ziele vor sich“, betonte Hönig.

Auf gute Ergebnisse seiner Athleten setzt auch der Männertrainer Mark Kirchner. „Wir hoffen, dass wir in den Einzelrennen einen aufs Podium bringen können, und in der Staffel sowieso“, sagte er. Trotz des anstrengenden ersten Trimesters konnten die Männer um Lokalmatador Erik Lesser zwischen den Jahren gut trainieren. „Sie haben neue Kraft geschöpft“, ergänzte der Trainer, der sich für die kommenden Tage trockenes Wetter wünscht – sowohl für die Sportler, als auch für die Fans, die stundenlang im Stadion ausharren.