Aktuelle Informationen zum Trainingsbetrieb

Veröffentlicht am: 23. Juni 2020

Aktuell gelten die Thüringer Verordnung zur Neuordnung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sowie zur Verbesserung der infektionschutzrechtlichen Handlungsmöglichkeiten vom 09.06.2020 und die Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen, Schulen und für den Sportbetrieb vom 12.06.2020.
Die entsprechenden Verordnungen sind als Anlage aufgeführt. Aufgrund unterschiedlicher Handhabungen und/oder regionaler Ausbruchsgeschehen kann es aber abweichende (verschärfte) Regelungen der Landkreise und Kommunen geben, insbesondere auch bei der Nutzung von Sporthallen. Bitte informiert Euch regelmäßig über die für Euren Verein/ Eure Gemeinde aktuell geltenden Regelungen.

Insbesondere die Verordnung vom 12.06.2020 erlaubt weitere Lockerungen für den Sportbetrieb.
Für den Trainingsbetrieb gilt weiterhin die Empfehlung, wo immer möglich einen Mindestabstand von 2m einzuhalten (wenn keine Mannschaftssportart) und nach Möglichkeit auf Körperkontakt zu verzichten. Trainingsgruppen sollten nicht gemischt werden. Wichtig sind weiterhin ein angepasstes Infektionsschutzkonzept der Sportvereine/Trainingsgruppen bzw. der Sportstättenbetreiber und die Dokumentation der Trainingsteilnehmer und deren 4-wöchige Aufbewahrung. Auch ein Wettkampfbetrieb ist wieder möglich, allerdings ohne Zuschauer. Innerhalb geschlossener Räume sind Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen möglich, unter freien Himmel bis zu 75 Personen. Bei mehr Personen muss eine Anmeldung erfolgen.
Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich von Fahrgemeinschaften bzw. des Vereinstransportes, d.h. auch keine begrenzte Auslastung (bisherige 1:5 Empfehlung in Kleinbussen seitens des TSV entfällt). Während im öffentlichen Personenverkehr ein Mund-Nasenschutz verpflichtend ist, ist dies für den typischen Vereinstransport in Kleinbussen nicht vorgeschrieben. Die Verwendung eines Mund-Nasenschutz der Insassen wird seitens des TSV in den Kleinbussen dann empfohlen, wenn in kurzer Zeit unterschiedliche Personengruppen transportiert werden.
Der Landessportbund Thüringen hat auf seiner Homepage zahlreiche typische Fragen/Hinweise aufgenommen und erläutert. Diese können dort eingesehen werden bzw. sind nachfolgend auszugsweise aufgeführt.

Weitere Lockerungen für den Sport seit 13. Juni
Seit dem 13. Juni dürfen Thüringens Sportvereine wieder praxisnäher Sporttreiben. So muss bei Sportarten, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. Um den Sportbetrieb wirklich wiederaufnehmen zu können und das Infektionsrisiko zu minimieren, gilt es einige Auflagen zu beachten. Unter anderem müssen die Sportvereine ein auf ihre Sportarten und Sportstätten angepasstes Infektionsschutzkonzept vorhalten. Zu jeder Vereinsveranstaltung (Training, Vorstandssitzung, Arbeitseinsatz, Versammlung, etc.) muss zudem eine Teilnehmerliste angefertigt und für vier Wochen aufbewahrt werden.

Ist im gesamten Freistaat Thüringen wieder Sport möglich?
Grundsätzlich ja! Die Verordnung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport vom 12. Juni 2020 ermöglicht den organisierten Sportbetrieb unter gewissen Voraussetzungen. Allerdings kann die Verordnung in den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen unterschiedlich gehandhabt werden. Hier gilt es, sich über die Allgemeinverfügungen vor Ort zu informieren, ob bzw. mit welchen Auflagen Betreten von Sportplätzen oder Turnhallen wieder erlaubt ist.

Was muss ein Sportverein für den Sportbetrieb beachten?
Zunächst muss geschaut werden, welche Regelung (Allgemeinverfügung) für die jeweilige Region gilt. Bestehen Zweifel, sollte sich mit dem Landkreis beziehungsweise der Kommune vor Ort abgestimmt werden. Auf jeden Fall muss jeder Sportverein ein Infektionsschutzkonzept entwerfen oder – sofern er bereits eins hat – auf die aktuellen Regelungen anpassen. Pflicht ist seit dem 13. Juni auch, dass über jede Vereinsveranstaltung (Training, Vorstandssitzung, Arbeitseinsatz, Versammlung etc.) eine Teilnehmerliste der anwesenden Personen zur Rückverfolgung möglicher Infektionsketten geführt und vier Wochen lang aufbewahrt wird. Die Mitglieder müssen über die Erhebung der Daten informiert werden (Datenschutzinformation).

Was ist ein Infektionsschutzkonzept?
Das Infektionsschutzkonzept regelt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. In ihm müssen mindestens eine verantwortliche Person benannt sein sowie Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden, Angaben zur begehbaren Grundstücksfläche unter freiem Himmel und zur raumlufttechnischen Ausstattung gemacht werden. Außerdem muss das Konzept Angaben zu Maßnahmen der regelmäßigen Be- und Entlüftung, der Gewährleistung des Mindestabstandes, wo er möglich ist, der Beschränkung des Publikumsverkehrs, und der Einhaltung der Infektionsschutzregeln nach den §§ 3 und 4 sowie zur Sicherstellung des spezifischen Schutzes von Arbeitnehmern gemacht werden.

Muss das Infektionsschutzkonzept irgendwo eingereicht werden?
Normalerweise nicht. Das Infektionsschutzkonzept ist von der verantwortlichen Person oder dem von ihr Beauftragten vorzuhalten und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Es kann aber sein, dass einzelne Kommune das Infektionsschutzkonzept vor Öffnung der Sportstätten anfordern und sehen wollen. Der Verein ist verantwortliche Person, wenn er den Sportbetrieb auf oder in einer Sportanlage organisiert und durchführt unabhängig davon, ob der Sportbetrieb auf einer privaten oder kommunalen Sportanlage stattfindet. Für die Erstellung des Infektionsschutzkonzeptes ist sowohl der Inhaber oder Betreiber der Sportanlage als auch der die Anlage nutzende Verein verantwortlich.
Vereine, die Sportanlagen in eigener Trägerschaft betreiben (Eigentum, Erbbaurecht, Pacht) sind aufgefordert, ein Infektionsschutzkonzept für ihre Sportanlage selbst zu erstellen. Vereine, die kommunale Sportanlagen nutzen, sollten sich sicherheitshalber mit ihren Kommunen über die Erstellung des Infektionsschutzkonzeptes verständigen.

Was ist im Sportbetrieb erlaubt beziehungsweise verboten?
Grundsätzlich verboten sind nur noch Sportveranstaltungen mit Zuschauern. Für diese kann im Einzelfall aber auch eine Genehmigung beim Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt beantragt werden. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechendes auf die Veranstaltung angepasstes Infektionsschutzkonzept. Sportveranstaltungen ohne Zuschauer – damit auch Wettkämpfe – sind erlaubt. Nicht mehr verboten ist auch die Benutzung von Duschbereichen und Umkleiden – allerdings ist hier ebenso der Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren wie bei geselligen Veranstaltungen. Entsprechende Maßnahmen der Sportvereine zur Einhaltung des Mindestabstandes sollten im Infektionsschutzkonzept aufgeführt sein. Die Ausgabe von Speisen und Getränken ist wieder erlaubt.

Darf man wieder normal Sporttreiben?
Mit der neuen Verordnung sind Sportarten, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, ohne Mindestabstand wieder erlaubt. Dazu zählen unter anderem auch die Körper- und Mannschaftssportarten. Dennoch sollte man Körperkontakte auf ein notwendiges Minimum beschränken und auf Begrüßungen ebenso verzichten wie auf mannschaftssportliche Rituale wie Abklatschen, Jubel etc. oder Shakehands. Es sollten aber auch weiterhin vorrangig Übungs- und Wettkampfformen gewählt werden, bei denen die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden kann. Auch das Bilden von möglichst festen Gruppen sollte beibehalten werden.

Gibt es eine Personenobergrenze?
Sport auf und in öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen ist auch mit mehr als zehn Personen möglich. Voraussetzung ist ein Infektionsschutzkonzept. In Duschbereichen und Umkleiden ist die Personenanzahl so zu wählen, dass immer der Mindestabstand von 1,5 Metern gehalten werden kann. Für Versammlungen und gesellige Veransaltungen gilt die Corona-Eindämmungsverordnung des Freistaates Thüringen. Demnach können sich 30 Personen im geschlossenen Raum und 75 Personen unter freiem Himmel versammeln. Auch hier muss der Mindestabstand eingehalten werden. Bei mehr als 75 bzw. 30 Personen ist die Veranstaltung mindestens 48 Stunden vor Beginn den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten anzuzeigen.

Was gilt im öffentlichen Raum?
Beim Vereinssport außerhalb von Sportanlagen (einschließlich Freianlagen) gilt die Grundverordnung des Freistaates Thüringen. Hierfür ist kein Infektionsschutzkonzept nötig, aber dafür dann auch kein Mannschafts- und Kontaktsport erlaubt. Demnach können hier elf Personen unter Einhaltung des Mindestabstandes gemeinsam Sporttreiben. Beim nicht organisierten Sport (kein Vereinssport) finden die Regelungen der Grundverordnung des Freistaates statt, das heißt, hier ist ebenfalls bei allen (!) Sportarten stets der Mindestabstand einzuhalten.

Was muss noch beachtet werden?
Es gibt Empfehlungen, die weiterhin umgesetzt werden sollten, zum Beispiel, dass die Verhaltens- und Hygieneregeln in den Sportstätten gut sichtbar ausgehangen werden. Auch das Desinfizieren der Hände beim Betreten und Verlassen der Sportstätten hilft, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Auch Sportgeräte sollen stetig desinfiziert werden. Auch Ansammlungen beim Betreten und Verlassen der Sportstätten sollten durch geeignete Maßnahmen vermieden werden. Auf den Sanitäranlagen sollte sich immer nur eine Person aufhalten, ausreichend Flüssigseife per Seifenspender und Papiereinweghandtücher sind zur Verfügung zu stellen. Dagegen sind Fahrgemeinschaften nicht mehr verboten.

Sind Personen vom Training ausgeschlossen?
Es gibt keine Altersbegrenzung. Personen, die der Risikogruppe angehören, müssen besonders geschützt werden. Mit ihnen sollte die Teilnahme am Trainingsbetrieb gesondert besprochen werden und auf eigene Verantwortung geschehen. Personen mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung sowie weiteren Krankheitssymptomen sind ebenso vom Training auszuschließen wie Personen, die in den letzten 14 Tagen vor dem Training Kontakt zu einem Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet hatten.

Muss beim Sportbetrieb ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?
Während des Sportbetriebs muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Für Übungsleiter wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Auch beim Betreten und Verlassen der Sportstätten ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wünschenswert, aber keine Pflicht.

Wie lange gelten die aktuellen Regelungen?
Die Verordnung des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gilt bis 30. August 2020. Die Thüringer Grundverordnung gilt bis 15. Juli. Wie es nach den jeweiligen Verordnungen weitergeht und ob ab September wieder Sportveranstaltungen mit Zuschauern möglich sind, dazu kann zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

Downloads:
01_Thueringer-Verordnung_Covid-19_05.06.2020
02_Thueringer-Verordnung Covid-19 12.06.2020
11_Vorlage-TSV_Einverständnis_Eltern
12_Vorlage-TSV_Anwesenheitsliste
13_Vorlage-TSV_Aushang_Infektionsschutzkonzept
14_Vorlage-TSV_Aushang_Verhaltens- und Hygieneregeln