Werte Mitgliedsvereine des Thüringer Skiverbandes, werte hauptamtliche Trainer und ehrenamtliche Trainer/Übungsleiter.

Veröffentlicht am: 19. Mai 2020

Mit Stand vom 12.05.2020 gilt die aktuelle Thüringer Verordnung zum Umgang mit Covid-19. Die Verordnung erlaubt den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten-, Gesundheits-, Reha- sowie Leistungssport einschließlich der Spezialschulen für den Sport auf und in allen privaten und öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen (unter freiem Himmel und in Gebäuden) unter Berücksichtigung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Die Öffnungsklauseln beruhen auf der Grundlage der sportartbezogenen Konzepte der Sportfachverbände sowie der Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Konzeptes des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Die Sportfachverbände sind angehalten, ihren Mitgliedsvereinen sportartspezifische / sportstättenspezifische Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

Ergänzende Hinweise:
Aufgrund lokaler Corona-Hotspots kann es jederzeit zu Einschränkungen auf Landkreis- oder kommunaler Ebene kommen. Bitte informiert Euch regelmäßig auf der Homepage der Landkreise/Kommunen. Es gelten zudem abweichende Regelungen in den Bundesländern.

Die Thüringer Verordnung benennt den Sport- und Trainingsbetrieb auf Sport- und Freizeitanlagen. Ein Großteil des Trainingsbetriebes der Skisportvereine findet momentan sicher als Bewegungs- und Lauftraining im freien Gelände/Wald statt. Im Sinne der Verordnung erscheint dies ebenfalls als zulässig, wenn Abstand zum normalen „öffentlichen Raum“ gewahrt wird und damit Kontaktsituationen zu anderen Personenkreisen sicher vermieden werden können. Das bedeutet, der Trainingsbetrieb ist nicht in einem öffentlichen Park oder auf öffentlichen Plätzen durchzuführen, ebenso sind im Gelände Anziehungspunkte wie Gaststätten, Parkplätze, Aussichtspunkte und hoch frequentierte Wege zu meiden. Das Abstandsgebot ist unter allen Umständen einzuhalten.

Die Öffnung des Trainingsbetriebes ist nur bei Einhalten der Abstandsregeln und Hygienevorschriften möglich. Hierzu sind sowohl für die Sportstätten, als auch für den allgemeinen Trainingsbetrieb entsprechende Hygienekonzepte und Handlungsvorgaben aufzustellen, zu veröffentlichen und einzuhalten.

Für die Nutzung von öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen gelten uneingeschränkt die Vorgaben des Eigentümers/Betreibers. Für an Schulen angeschlossene Sportanlagen gelten entsprechend die Vorgaben des Schulträgers. Aufgrund der Einschränkungen im Schulbetrieb kann es momentan trotz Öffnungsklauseln regional zu Einschränkungen oder weiterhin zum Ausschluss von Vereinen kommen, da keine Trainingszeiten bereit gestellt werden können oder die Umsetzung der Hygienemaßnahmen im notwendigen Umfang noch nicht sicher gestellt werden kann. Hier ist sich individuell mit dem Träger abzustimmen.

Für Vereinssportstätten ist der jeweilige Verein bzw. der durch ihn Beauftragte (ÜL/Trainer) für die Umsetzung/Einhaltung der Hygienekonzepte und Handlungsvorgaben verantwortlich.

Dazu gehören vor allem:
– Namentliche Festlegung von Verantwortlichen
– Aufstellen/Bekanntgabe/Einhaltung eines angepassten Infektionsschutzkonzeptes
– Aufstellen/Bekanntgabe/Einhaltung von angepassten Verhaltens- und Hygieneregeln
– Führen von täglichen Trainingsgruppenlisten mit 4 Wochen Verwahrdauer

Es wird empfohlen, innerhalb der Vereine die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die entsprechende Belehrung und Informationsweitergabe zu dokumentieren und zu bestätigen.

Sowohl Sportler/innen als auch Eltern sind über die besonderen Regelungen des Trainingsbetriebes zu informieren, eine schriftliche Einholung der Zustimmung zur Teilnahme am Trainingsbetrieb wird empfohlen.

Abweichend von der Thüringer Verordnung empfiehlt der LSB die Einhaltung eines Mindestabstandes von 2m. Dieser Empfehlung wird seitens des TSV gefolgt, im Trainingsbetrieb sind darüber hinaus die größtmöglichen Abstände zu realisieren.
Entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit reicht der Mindestabstand von 2m möglicherweise nicht aus, darauf deuten laufende Studien hin, ohne dass genaue Grenzwerte bekannt sind. Es werden vorerst folgende Bewegungsabstände empfohlen, je nach Alter und Tempo sollten die Werte eher vergrößert werden:
Laufen/Cross 5m
Skirollern/Inliner 10m
Radfahren 20m

Die Anzahl der Trainingsteilnehmer ist bei Einhaltung der Abstandsregeln nicht begrenzt. Allerdings ist eine Mindestfläche von 20m²/Teilnehmer als Bewegungsfläche sicher zu stellen. Dabei sollte die Anzahl der Trainingsgruppenteilnehmer zusätzlich so begrenzt werden, dass die Abstandsregel durch Übungsleiter/Trainer jederzeit eingehalten und überprüft werden kann. Dabei spielen das Alter der Trainingsteilnehmer, Sportart- und Sportstättenspezifische Anforderungen eine entscheidende Rolle. Vorbehaltlich der Einhaltung der 20m² Regelung empfiehlt der TSV eine max. Gruppengröße von 1/8 (Übungsleiter/Sportler).

Für Spezialsportstätten ist neben der 20m² Regelung sicher zu stellen, dass ein Begegnungsverkehr auf den Laufwegen vermieden wird und das ausreichend Platz in den Wartezonen zur Verfügung steht. Der TSV empfiehlt folgende Maximalbelegung der Spezialsportstätten:
Skisprunganlage (i.d.R. 3 Schanzen): 3/12 –> 15 gesamt
Biathlonanlage (Schießstand und Rollerbahn):
Belegung nur jede 2. Schießbahn –> 15 gesamt

Die Verordnung macht keine Einschränkung hinsichtlich des Alters der Trainingsteilnehmer, d.h. auch nicht hinsichtlich der Betreuung von Vorschulkindern. Auch wenn in diesem Altersbereich sicher momentan der größte Bewegungsbedarf besteht, wird den Vereinen empfohlen, bis zur Vorlage von Regelungen zur planmäßigen KITA-Öffnungen, auf entsprechende organisierte Trainings- und Freizeitmaßnahmen zu verzichten. Bei Durchführung sollte die Gruppengröße möglichst weiter begrenzt werden.
Die Verordnung macht keine Einschränkung hinsichtlich eines Sportlertransportes in Vereinsbussen. Grundsätzlich gilt aufgrund der Unterschreitung des Mindestabstandes das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Der TSV empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des DSV und LSB vorerst gänzlich auf einen Sportlertransport durch den Verein zu verzichten. Sollte ein Transport unabdingbar sein, wird zusätzlich zum Tragen des Mund-Nasenschutzes eine reduzierte Belegung empfohlen. Für den klassischen Kleintransporter mit 1/8 Sitzplätzen wird die Maximalbelegung 1/5 empfohlen, d.h. der Mittelsitz ist jeweils frei zu halten.
Ein Wettkampfbetrieb ist vorerst ausgeschlossen. Hier wird es Öffnungsklauseln geben, wobei Teilnehmeranzahl, Zuschauer und Örtlichkeiten maßgebende Kriterien sein werden.

Neben dem Trainingsbetrieb sind Vereins- und Verbandsversammlungen unter Berücksichtigung der entsprechenden Regeln (Raumgröße, Abstand, Anzahl, Lüftung) auch in geschlossenen Gebäuden möglich.
Folgende Dokumente/Checklisten sind für die Vereinsspezifischen/ Sportstättenspezifischen/ Disziplinspezifischen Infektionsschutzkonzepte, Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen zu beachten/nutzen.

01_2020-05-12_COVID19_Thuer-Verordnung

02_2020-05-13_Konzept_LSB_Wiederaufnahme_Sportbetrieb

03_2020-05-13_LSB_Handlungsempfehlungen

04_2020-05-13_Coronaregelungen_Bundesländer

05_2020-05-13_DSV-Handlungsempfehlungen

Sportart- und Sportstättenspezifisch wurden seitens des TSV nachfolgende Vorlagen/Aushänge auf Grundlage der LSB-Vorlagen zu Eurer Verwendung vorbereitet. Hierzu bitten wir laufend um Eure Zuarbeiten/Ergänzungen und Präzisierungen unter info@thueringer-skiverband.de Betreff: Corona-Regeln

11_Vorlage-TSV_Einverständnis_Eltern

12_Vorlage-TSV_Anwesenheitsliste

13_Vorlage-TSV_Aushang_Infektionsschutzkonzept

14_Vorlage-TSV_Aushang_Verhaltens- und Hygieneregeln

15_Vorlagen_Beschilderungen

Zur Beachtung:
Trotz der aktuellen Öffnungsklauseln ist die Corona-Pandemie nicht vorbei. Erst bei Vorlage von Schnelltests für jedermann und/oder einem Impfschutz wird man zum Status Quo zurückkehren können. Nach jetzigem Kenntnisstand wird das mindestens mehrere Monate dauern.
Bei Auftreten eines Corona-Falles in Eurer Trainingsgruppe oder auch nur im sozialen Umfeld eines Trainingsgruppenteilnehmers ist weiterhin von entsprechenden Quarantänemaßnahmen für die Kontaktpersonen auszugehen. Es kann also durchaus passieren, dass der Trainingsgruppenbetrieb oder der ganze Vereinsbetrieb kurzfristig einzustellen sind. Durch Euren verantwortungsvollen Umgang mit den Regelungen tragt ihr aber dazu bei, entsprechende Weiterverbreitungen innerhalb des Trainingsbetriebes auszuschließen.